Anatomische Grundlagen der Fuß-Region

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Anatomische Grundlagen der Fuß-Region

Um sich einen Überblick zu verschaffen und sich über die anatomischen Eigenschaften und die Wichtigkeit einiger Strukturen an unserem Fuß klar zu werden, möchten wir von Barfußschuhe Test dir hier einige Informationen über das Fußskelett, das Fußgewölbe, die Dreipunktabstützung, die Fußgelenke, die Funktion der Bänder und der Achillessehne geben.

Das Fußskelett

Das Fußskelett setzt sich aus dem Vorfuß, dem Mittelfuß und dem Rückfuß zusammen.

Als Vorfuß bezeichnet man die vordersten 14 Zehenknochen (lat. Ossa digitorum), den Mittelfuß mit 5 Mittelfußknochen (lat. Ossa metatarsi) und den Rückfuß, welcher sich aus den 7 Fußwurzelknochen zusammensetzt. (lat. Ossa tarsi)

Würde man nun von oben herab auf den Fuß sehen, fällt auf, dass zwei anatomische Strukturen, der Talus und der Calcaneus übereinanderstehen. Die restlichen Knochen liegen nebeneinander. Der Talus ist das sogenannte Sprungbein, es ist ein kurzer Knochen, der Bestandteil der Fußwurzelknochen ist und des Sprunggelenkes. Dieser liegt zwischen der Knöchelgabel (Malleolengabel) und dem Fersenbein, unserem größten Knochen der Fußwuzel, dem Calcaneus. Der Talus verbindet den Fuß mit dem Bein.

Die Gewölbekonstruktion

Durch diese Anordnung von Talus und Calcaneus entsteht unser Fußgewölbe, mit einem Längs- und einem Quergewölbe.

Die Funktion dieser Gewölbe ist die Stoßdämpfung des Körpergewichtes und die Anpassung an den Untergrund.

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Das Fußlängsgewölbe besteht wiederum aus einem stark hervorgehenden Knochen des höchsten Punktes der Fußwurzelknochen, dem Os Naviculare, welcher einen inneren Bogen bildet, ausgehend von unserem Großzehgrundgelenk.

Der äußere Bogen unseres Fußlängsgewölbes ist schwächer ausgebildet und somit auch abgeflachter und hat den seitlichsten Fußwurzelknochen, das Os cuboideum als höchsten Punkt.

Das Quergewölbe besteht aus einem vorderen Bogen, einem mittleren Bogen und einem hinteren Bogen. Der vordere Bogen ergibt sich durch die Anreihung der Mittelfußknochen. Als anatomischen Anhaltspunkt nimmt man die sogenannten Köpfchen der Röhrenknochen, die Capiti der Ossa metatarsale I-V.

Der mittlere Bogen zieht sich von den Ossa cuneiformia bis zum Os cobideum. Die Ossa cuneiformia sind Bestandteil der Fußwurzel und liegen zwischen dem Os naviculare (höchster Punkt der Fußwurzelknochen) und dem I-III Mittelfußknochen.

Der hintere Bogen hat seinen Verlauf von Os naviculare bis Os cuboideum.

Die Dreipunktabstützung ( rechts im Bild )

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Das Körpergewicht wird an diesen drei Punkten der Gewölbekonstruktion abgestützt.

  1. dem Zehengrundgelenk (Caput ossis metatarsi I)
  2. dem Fersenhöcker (das hintere Ende der Ferse, Tuber calcanei)
  3. dem kleinen Zeh (Caput ossis metatarsi V)

Durch aktive Strukturen (Muskulatur) und passive Strukturen (Bänder) wird die Stabilität und die Belastbarkeit der Gewölbe garantiert.

Das Sprunggelenk (Art. talocruralis)

besteht aus einem oberen und unteren Gelenk.

Das obere Gelenk ist ein Scharniergelenk (einachsiges Ginglymus). Die ausführbaren Bewegungen sind zum einen die Streckung der Zehen und der Füße nach oben bzw. in Richtung des Fußrückens (Dorsalextension) und zum anderen die Beugung der Zehen und der Füße nach unten bzw. in Richtung der Fußsohle. (Plantarflexion)

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Knöcherne Bestandteile des oberen Gelenks sind:

  1. Tibia (das Schienbein)
  2. Fibula (das Wadenbein)
  3. Talus (das Sprungbein)

Die gute Knochen- und Bandführung unseres oberen Sprunggelenkes trägt zur Sicherung der aufrechten Körperhaltung bei.

Das untere Gelenk ist ein Drehgelenk. (einachsiges Articulatio trochoidea) Man unterscheidet nochmals zwei vollständig von einander getrennte Teilgelenke, eine hintere Gelenkkammer (Art. Subtalaris) und eine vordere Gelenkkammer. (Art. Talocalcaneonaviculare)

Bewegungen, die in diesem Gelenk möglich sind, sind die Supination (das Heben des inneren Fußrandes bei gleichzeitiger Senkung des äußeren Fußrandes) und die Pronation. (die Drehung des Fußes um seine Längsachse, bei der der äußere Fußrand gehoben und der innere Fußrand gesenkt wird, ohne dass die Ferse sich bewegt)

Art. Subtalaris

  • Knöcherne Bestandteile sind:
  • Calcaneus (das Fersenbein, der größte und längste Fußwurzelknochen)
  • Talus ( das Sprungbein)

Das Art. talocalcaneonaviculare

Knöcherne Bestandteile sind:

  • Calcaneus
  • Talus
  • Os naviculare

Der Bandappart der Füße

Die Bänder am Fuß werden in laterale Bänder (äußere), mediale Bänder (innere) und die sogenannten Syndesmosenbänder unterteilt. Eine Syndesmose bezeichnet eine bandhafte bzw. bindegewebige Verbindung zwischen zwei Knochen. Diese Bandhaft ist eine Form der unechten Gelenke.

Die Funktion dieser Bänder unterscheidet sich je nach Lage. Alle Bänderstrukturen haben aber gemeinsam einige wichtige Funktionen. Sie geben Stabilität, sind Stoßdämpfer, sichern den Gelenkzusammenhalt und sind bewegungshemmend, wenn es erforderlich ist.

Die Achillessehne

Unsere dickste und stärkste Sehne. Sie ist am Fersenbein durch einen Schleimbeutel zwischen Fernsenbein und der Sehne selbst unterlagert (Bursa tendnis calcanei) und hat ihren Ansatz ganz oben auf dem Fersenbeinhöcker, dem Tuber Calcanei. Ihre durchschnittliche Länge liegt bei ca. 20-25cm. Die Sehne besteht aus Gewebe, das schnell auf mechanische Belastung reagiert. Sie überträgt die Kraft der Wadenmuskulatur und vor allem des Musculus triceps surae, welcher aus dem großen zweiköpfigen Musculus gastrocnemius entspringt, ieser hat seinen Urpsrung beidseitig am hinteren Oberschenkelknochen in Höhe der Kniekehle und dem einköpfigen Musculus Soleus, welcher seinen Ursprung an der Hinterseite des Schienbeines und dem sogenannten Fibulaköpfchen hat. Hierdurch ermöglicht es der Achillessehne in erster Linie die kraftvolle Beugung des Fußes in Richtung Fußsohle.

 

2017-11-21T11:14:58+00:00 Mai 13th, 2017|Fachwissen|0 Comments